Sonnensegel planen mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung

Sie möchten schon im nächsten Sommer angenehmen Sonnenschutz genießen und den Sonnensegel-Aufbau selbst in die Hand nehmen? Dann beginnen Sie am besten frühzeitig damit, Ihr Sonnensegel selber zu planen. Aber wie groß soll das Sonnensegel sein und welcher Standort eignet sich am besten dafür? Diese und alle weiteren wichtigen Fragen rund um die Planung Ihres maßgeschneiderten Sonnenschutzes erläutern wir Ihnen in diesem Beitrag.

Schritt für Schritt ganz einfach: Sonnensegel selbst planen

Das Konzipieren einer Sonnensegel-Anlage ist jedes Mal aufs Neue eine individuelle Angelegenheit, denn die Ansprüche der Besitzer können sehr unterschiedlich sein. Zudem muss ein Sonnensegel an die jeweiligen räumlichen Verhältnisse angepasst werden, um seine Funktion optimal zu erfüllen. Und diese sind an jedem Einsatzort etwas anders. Befolgen Sie auf dem Weg zum eigenen Sonnensegel unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung, um alle Faktoren zu berücksichtigen.

  • Schritt 1: Standortwahl

Ob Sie Ihre Terrasse oder einen Lieblingsplatz Ihres Gartens beschatten wollen, spielt nur eine untergeordnete Rolle, denn Sonnensegel-Anlagen lassen sich an jedem Ort installieren. Schauen Sie sich an Ihrem Lieblingsplatz um und identifizieren Sie Stellen, an denen Wand- oder Dachhalterungen angebracht werden können. Gibt es dort keine solche Möglichkeiten, kann Ihre Sonnensegel-Anlage auch freistehend über Masten realisiert werden.

Prüfen Sie bereits jetzt, in welche Himmelsrichtungen das Segel zeigt und stellen Sie sich vor, wie die Sonne an diesem Platz verläuft. Dies erleichtert Ihnen die Standortauswahl, aber auch die Entscheidung für höhenverstellbare Befestigungen.

  • Schritt 2: Sonnensegel als Schattenspender oder auch als Regenschutz?

Natürlich wünschen Sie sich in erster Linie einen UV- und Sonnenschutz, aber wussten Sie, dass es auch regendichte Sonnensegel gibt? Unterschieden wird üblicherweise zwischen Sonnensegeln aus HDPE und PES. HDPE-Sonnensegel sind luft- und wasserdurchlässig, absorbieren die schädliche UV-Strahlung aber trotzdem hocheffizient. PES-Sonnensegel hingegen verfügen über eine zusätzliche Beschichtung, die für Regendichtigkeit sorgt. Das macht sie besonders für den Privatbereich interessant, denn so bleiben auch Ihre Gartenmöbel permanent vor Regen geschützt. Kleine Schauer erreichen die zu beschattende Fläche nicht, dafür müssen Sie jedoch den Wasserablauf der Sonnensegel-Anlage durch ausreichendes Gefälle in besonderem Maß berücksichtigen.

  • Schritt 3: Sonnensegel-Fläche bestimmen

Abhängig von der Größe des zu beschattenden Bereichs wird die Fläche des Sonnensegels gewählt. Es sollte eher großzügig bemessen sein, da nicht die komplette Fläche auch tatsächlich stets Schatten liefert. 

  • Schritt 4: Form auswählen

In den meisten Gärten und Terrassen werden Sie dreieckige oder viereckige Sonnensegel finden. Dreieckige Sonnensegel geben der Gestaltung einen geradezu futuristischen Touch, liefern jedoch eine etwas kleinere Schattenfläche, weil sie über schmale, lange Kanten verfügen. Sie sind deswegen für kleinere Flächen besonders gut geeignet. Wenn Sie sich eine große Schattenfläche, beispielsweise für mindestens die Hälfte der Terrasse wünschen, ist ein viereckiges Sonnensegel ideal.

Unser Tipp: Helle Sonnensegel sind dann ideal, wenn Sie sich eine besonders luftige Wirkung wünschen. Dagegen haben Sonnensegel in dunkleren Farben den eindeutigen Vorteil, dass Verschmutzungen unauffällig bleiben und unter der Saison keine Reinigung des Segels erfordern.

  • Schritt 5: Befestigungspunkte für den Sonnensegel-Aufbau festlegen

Wenn Sie Ihr Sonnensegel selber planen, sollten Sie sich mit allen Befestigungsmöglichkeiten auseinandersetzen. Folgende Stellen eignen sich problemlos als Befestigungspunkt einer Sonnensegel-Anlage:

  • Hauswand und alle anderen Gebäudewände
  • Wände mit WDVS (Wärmedämmverbundsystem)
  • Hausecken
  • Dachsparren
  • Masten

Berücksichtigt werden muss dabei lediglich das Material, aus dem die Wand besteht, in welche die Befestigung eingebaut werden soll. Hier ist entsprechend geeignetes Montagematerial und Zubehör nötig, dass Sie bei uns perfekt auf Ihre Zwecke abgestimmt und installationsfertig aus einer Hand erhalten. Kein mühsames und zeitraubendes Zusammensuchen der passenden Materialien, sie können einfach mit dem Sonnensegel-Aufbau loslegen.

Klassisches Element einer jeden Sonnensegel-Anlage ist der Mast. Dreieckige Sonnensegel kommen ohne weiteres mit nur einem Mast und zwei Wandbefestigungen aus, um die Terrasse zu beschatten. Einen Befestigungspunkt als Mast mit Höhenverstellung zu konzipieren ist jedoch ratsam. So können Sie die tiefste Ecke der Anlage schnell und komfortabel festlegen und Ihr Sonnensegel bei Regen vor Wassersackbildung schützen. Beachten Sie, dass Sonnensegel-Masten über ein frostsicheres Betonfundament eingebaut werden, das bis zu 80 cm in den Boden reicht. Verschaffen Sie sich schon bei der Planung ein Bild davon, ob an Ihrer gewünschten Stelle eventuell eine Versorgungsleitung (z. B. für Strom) verläuft.

Sowohl für die optimale Haltbarkeit als auch für den Wasserablauf sollte darauf geachtet werden, dass die Zugrichtung in der Winkelhalbierenden liegt; so verteilen sich die Kräfte optimal und sorgen für ein wunderbar glatt gespanntes, wellenfreies Sonnensegel.

  • Schritt 6: Wasserablaufecke festlegen

Sind Form und Standort des Sonnensegels bereits klar, wird der Wasserablauf geplant. Regenwasser sollte sich niemals auf der Oberfläche eines Sonnensegels sammeln, sondern immer schnell über eine im Voraus festgelegte Ecke ablaufen. Hier sollte eine Neigung von mindestens 25% über eine Ecke des Sonnensegels herrschen, damit ein schneller Abfluss gewährleistet ist. Stauwasser richtet schwere Schäden an Sonnensegeln und Befestigungsmaterialien an und kann zur Ausbildung eines Wassersacks mit mehreren hundert Kilo führen. Das Gewebe wird durch das hohe Gewicht beschädigt und kann nicht mehr korrekt gespannt werden.

Gerade für regendichte PES-Sonnensegel ist ein ausreichendes Gefälle sehr wichtig. Kanten sind für den Wasserablauf nicht geeignet, da dies ebenfalls zu einer starken Belastung des Segels führt.

Optional bei Sonnensegeln nach Maß: Sonnensegel-Aufbau mit Schnurgerüst testen

Möchten Sie ein Sonnensegel nach Maß anfertigen lassen, ist das Schnurgerüst ist eine wichtige Hilfestellung, um zu sehen, wie das Sonnensegel nach dem Aufbau am Platz gespannt ist. Voraussetzung für das Aufspannen eines Schnurgerüsts ist, dass Sie bereits alle Befestigungspunkte korrekt montiert haben oder diese über Stangen oder Latten, die als Behelf befestigt werden, simulieren. Zudem sollten Sie Befestigungsmaterialien, wie Seilspanner und Karabiner vorliegen haben, um das Schnurgerüst darin einzuhängen. Sie werden in die Befestigungspunkte so eingehängt, als wäre das Sonnensegel schon aufgespannt. Dann wird durch sie ein Seil hindurchgeführt, welches nun quasi die Kanten des Sonnensegels darstellt.

Auf diese Weise erhalten Sie die umspannte Fläche Ihres Sonnensegels und können nun genau überprüfen, ob Ihnen die Wirkung zusagt, wo der Schatten im Tageslauf wirklich hinfällt und wo Sie unter Umständen noch eine weitere höhenverstellbare Befestigungsmöglichkeit brauchen könnten.

Wichtig: Achten Sie beim Aufstellen des Sonnensegels stets auf die korrekte Spannung. Das Sonnensegel ist nicht nur über Segelspanner zu spannen, sondern auch über Flaschenzugsysteme wie bei unseren höhenverstellbaren Masten. Nutzen Sie bei dreieckigen Sonnensegeln mindestens einen Flaschenzug, bei rechteckigen Segeln zwei. Benötigt wird hierbei ein Spannweg von mindestens 30 – 50 cm, maximal sind 150 cm möglich. 

Tipp: Halten Sie den Spannweg möglichst kurz. Damit stellen Sie sicher, dass ihr Sonnsegel nur minimal im Wind wippt. Aufgrund der Materialeigenschaften wird ein Sonnensegel zudem nie glatt hängen, leichtere Stoffe lassen sich hierbei allerdings wesentlich besser spannen.

Jetzt individuelle Beschattung mit Sonnensegel planen!

Sie wollen den Sandkasten sicher beschatten, rund um den Tag Ihre Terrasse genießen und auch bei einem Regenschauer nicht nach drinnen fliehen müssen? Dann starten Sie jetzt mit unserer Anleitung durch und beginnen mit dem Sonnensegel-Aufbau – erst auf dem Papier, dann mit der Montage im eigenen Garten. Gerne unterstützen wir Sie dabei mit individueller Planungshilfe!